Beeindruckende Ausstellung in der SCHIRN KUNSTHALLE FRANKFURT

Wer die Möglichkeit hat, Paris liebt und sich für Kunst interessiert, sollte sich die Ausstellung ESPRIT MONTMARTRE. DIE BOHÈME IN PARIS UM 1900.
mit Führung ansehen (sie endet leider am kommenden Wochenende).

Ausgestellt sind Bilder von Künstlern, die zwischen 1880 und 1910 in Montmartre gelebt haben. Montmartre, ein Hügel am Stadtrand von Paris, war das damalige Vergnügungsviertel: Es lebten überwiegend arme Menschen dort, doch auch die Wohlhabenden aus dem Nachbarviertel Notre Dame kamen dorthin, um sich zu vergnügen. Diese Atmosphäre zog viele Künstler an, welche dort zumeist in ärmlichen Verhältnissen lebten. So entwickelte sich diese Gegend zu einem skurrilen Künstlerviertel.

Genau das zeigt diese Ausstellung – thematisch sortiert: Das Nachtleben, Moulin Rouge, den Zirkus, beeindruckende Portraits von „Außenseitern“ der damaligen Gesellschaft, aber auch die Einsamkeit der Menschen, Stimmungen, die kippen, Grenzen, die verschwimmen. Die Einflüsse auf die Künstler durch andere Künstler und Stilrichtungen werden thematisiert.

Es werden Werke „großer Namen“ ausgestellt, wie z. B. Toulouse-Lautrec, Vincent van Gogh, Pablo Picasso, Edgar Degas, aber auch weniger bekannte Künstler und Kunstwerke (darunter übrigens auch die Bilder zweier Frauen, u.a. Suzanne Valadon).

Besonders beeindruckend fand ich (neben vielen anderen Bildern) das Titelbild der Ausstellung, die „Frau mit Schleier“ von Louis Anquetin.
Auf dem (von mir etwas stilisierten) Foto sehen Sie ein Ausstellungsplakat, das ich gestern in Frankfurt fotografiert habe.

 

 

Ausstellungsplakat ESPRIT MONTMARTRE.